Einzelsupervision
Raum für Ihre beruflichen Fragen
Manche beruflichen Situationen beschäftigen uns länger, als wir möchten.
Ein Fall geht Ihnen nicht aus dem Kopf. Eine Begegnung hat Sie verunsichert. Sie fragen sich, ob Sie zu viel Verantwortung übernehmen – oder vielleicht zu wenig. Sie stehen vor einer schwierigen Entscheidung, geraten mit einer bestimmten Person immer wieder in ähnliche Situationen oder möchten Ihre berufliche Rolle grundsätzlich weiterentwickeln.
Einzelsupervision bietet Ihnen einen vertraulichen professionellen Raum, um solche Fragen mit Abstand vom Arbeitsalltag zu betrachten.
Dabei müssen Sie nicht bereits genau wissen, worin das Problem besteht.
Manchmal ist gerade das gemeinsame Sortieren der erste wichtige Schritt.
Worum kann es in der Einzelsupervision gehen?
Die Themen richten sich nach Ihrer beruflichen Situation und Ihrem persönlichen Anliegen.
Mögliche Fragestellungen sind beispielsweise:
- schwierige oder komplexe Fälle
- therapeutische und beraterische Prozesse
- Unsicherheit im professionellen Handeln
- Rollen- und Auftragsklärung
- Nähe und Distanz
- Verantwortung und Abgrenzung
- Konflikte mit Kolleg*innen, Vorgesetzten oder Mitarbeitenden
- schwierige Gespräche
- persönliche Resonanz auf Klientinnen, Patientinnen oder andere Menschen im beruflichen Kontext
- hohe Arbeitsbelastung
- berufliche Veränderungen und Entscheidungen
- Entwicklung der eigenen professionellen Identität
- Selbstfürsorge und Psychohygiene
Einzelsupervision kann anlassbezogen genutzt werden oder als regelmäßige Begleitung der eigenen beruflichen Entwicklung.
Fallsupervision im Einzelsetting
Gerade in therapeutischen, beratenden, sozialen und pädagogischen Berufen können einzelne Fälle besonders beschäftigen.
Vielleicht haben Sie das Gefühl, mit einer Person nicht weiterzukommen.
Vielleicht entsteht eine ungewöhnlich starke Nähe oder Distanz.
Vielleicht fühlen Sie sich verantwortlich, hilflos, ärgerlich oder unsicher.
Oder Sie möchten einfach überprüfen, ob Ihr bisheriges Vorgehen fachlich und für die betreffende Situation weiterhin stimmig ist.
In der Fallsupervision betrachten wir nicht nur:
„Was ist mit meinem Gegenüber los?“
Wir beziehen auch die Beziehung und den Kontext mit ein:
Was geschieht zwischen uns?
Welche Erwartungen und Aufträge wirken?
Was löst die Situation bei mir aus?
Welche Rolle habe ich übernommen?
Welche anderen Perspektiven könnten hilfreich sein?
So kann aus einer zunächst festgefahren wirkenden Situation wieder Bewegung entstehen.
Die eigene Rolle klarer sehen
Berufliche Schwierigkeiten entstehen nicht immer aus einem konkreten Fall.
Manchmal geht es stärker um die eigene Position.
Was gehört zu meiner Aufgabe?
Wo endet meine Verantwortung?
Welche Erwartungen werden an mich gestellt – und welche davon möchte oder muss ich erfüllen?
Wo passe ich mich möglicherweise zu stark an?
Wo sollte ich klarer Position beziehen?
Einzelsupervision kann dabei unterstützen, die eigene Rolle, Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten bewusster wahrzunehmen und zu gestalten.
Persönliche Resonanz gehört dazu
Wir bringen uns als Menschen in unsere berufliche Arbeit ein.
Deshalb können bestimmte Situationen oder Personen bei uns stärkere Reaktionen auslösen als andere.
Vielleicht merken Sie, dass Sie bei einem bestimmten Thema besonders schnell Verantwortung übernehmen.
Vielleicht fällt Ihnen Abgrenzung schwer.
Vielleicht ärgern Sie sich ungewöhnlich stark oder fühlen sich plötzlich unsicher, obwohl Sie über viel berufliche Erfahrung verfügen.
Solche Reaktionen sind nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Professionalität.
Sie können wichtige Informationen enthalten.
In der Supervision können wir sie betrachten und fragen:
Was hat das mit der aktuellen beruflichen Situation zu tun – und was möglicherweise auch mit mir selbst?
Dabei bleibt die Grenze zur Psychotherapie klar: Persönliche Themen werden dort einbezogen, wo sie für Ihr berufliches Erleben und Handeln relevant sind.
Nicht erst, wenn es schwierig wird
Einzelsupervision muss nicht erst dann beginnen, wenn eine Situation eskaliert oder die Belastung zu groß geworden ist.
Sie kann ebenso der regelmäßigen Qualitätssicherung und professionellen Weiterentwicklung dienen.
Gerade wer selbst beratend oder therapeutisch arbeitet, trägt viel Verantwortung und ist häufig daran gewöhnt, anderen einen Reflexionsraum anzubieten.
Supervision schafft einen solchen Raum einmal für die eigene Arbeit.
Sie ermöglicht, Routinen zu hinterfragen, blinde Flecken wahrzunehmen, neue fachliche Impulse aufzunehmen und die eigene professionelle Haltung weiterzuentwickeln.
Wie ich arbeite
Meine Einzelsupervision ist systemisch, ressourcen- und lösungsorientiert sowie mehrperspektivisch.
Wir können sehr konkret an einer aktuellen Situation arbeiten oder größere Zusammenhänge betrachten.
Neben dem Gespräch nutze ich – wenn es für Ihr Anliegen hilfreich ist – unterschiedliche supervisorische Methoden, beispielsweise Perspektivwechsel, Visualisierungen, Arbeit mit Figuren und aufstellenden Elementen, Metaphern oder andere erlebnisorientierte Zugänge.
Auch fachliche Impulse können Teil der Supervision sein.
Dabei geht es nicht darum, Ihnen eine vermeintlich richtige Lösung vorzugeben.
Ich möchte Sie dabei unterstützen, klarer zu sehen, unterschiedliche Möglichkeiten abzuwägen und Ihre eigene professionelle Handlungsfähigkeit zu erweitern.
Entlastung darf dazugehören
Supervision dient der Qualität professioneller Arbeit.
Sie darf aber auch entlasten.
Wer über längere Zeit mit komplexen Situationen, Krisen, Konflikten oder hoher Verantwortung arbeitet, braucht Möglichkeiten, Erlebtes zu sortieren und nicht alles allein tragen zu müssen.
Psychohygiene und Selbstfürsorge sind deshalb für mich keine Nebenthemen professioneller Arbeit.
Sie tragen dazu bei, langfristig klar, präsent und arbeitsfähig zu bleiben.
Für wen ist Einzelsupervision geeignet?
Einzelsupervision kann beispielsweise sinnvoll sein für Menschen aus
- therapeutischen und beratenden Berufen
- psychosozialen und sozialen Arbeitsfeldern
- pädagogischen Berufen
- medizinischen und gesundheitlichen Arbeitsfeldern
- Coaching und Beratung
- Leitungs- und Führungsfunktionen
- anderen Tätigkeitsfeldern mit hoher Beziehungs- oder Verantwortungsverantwortung
Wenn bei Ihnen hauptsächlich Führungs- und Leitungsthemen im Mittelpunkt stehen, kann auch meine Leitungssupervision der passendere Rahmen sein.
Rahmen und Termine
Einzelsupervision ist in Präsenz und online möglich.
Häufigkeit und Abstände richten sich nach Ihrem Anliegen. Manchmal genügt eine einzelne Sitzung zur Klärung einer konkreten Fragestellung. Ebenso kann eine regelmäßige Supervision über einen längeren Zeitraum sinnvoll sein.
Den passenden Rahmen vereinbaren wir individuell.
Mit Abstand wieder handlungsfähiger werden
Im Arbeitsalltag sind wir häufig mitten im Geschehen.
Supervision ermöglicht einen Schritt heraus.
Nicht um sich von der Verantwortung zu entfernen, sondern um sie mit etwas Abstand wieder klarer betrachten zu können.
Manchmal verändert sich dadurch nicht sofort die äußere Situation.
Aber der eigene Blick darauf verändert sich.
Und genau daraus können neue Entscheidungen, andere Handlungsmöglichkeiten und wieder mehr Sicherheit im eigenen professionellen Handeln entstehen.
Termine und Fragen unter 0176-46160104
