Transaktionsanalyse
Sich selbst und andere besser verstehen
Warum reagiere ich in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich? Warum gelingt ein Gespräch mit manchen Menschen mühelos, während wir mit anderen immer wieder in dieselben Konflikte geraten? Und warum fällt es manchmal so schwer, etwas zu verändern, obwohl wir längst verstanden haben, dass uns ein bestimmtes Verhalten nicht guttut?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Transaktionsanalyse (TA).
Sie bietet verständliche Modelle, um das eigene Denken, Fühlen und Verhalten sowie Kommunikation und Beziehungsgestaltung zwischen Menschen besser zu verstehen.
Begründet wurde die Transaktionsanalyse vom amerikanischen Psychiater Eric Berne. Sie hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und wird heute in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt – unter anderem in Beratung, Coaching, Pädagogik, Organisationen und Psychotherapie.
Wie Erfahrungen unser heutiges Verhalten beeinflussen
Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir Vorstellungen darüber, wer wir sind, wie Beziehungen funktionieren und was wir tun müssen, um zurechtzukommen oder dazuzugehören.
Viele unserer daraus entstandenen Verhaltensweisen sind hilfreich. Andere können uns später einschränken – besonders dann, wenn wir in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich reagieren, obwohl wir uns eigentlich etwas anderes wünschen.
Transaktionsanalytisches Arbeiten kann dabei helfen, solche Muster wahrzunehmen und besser zu verstehen:
- Was geschieht gerade in mir?
- Wie reagiere ich auf mein Gegenüber – und wie reagiert mein Gegenüber auf mich?
- Welche vertrauten Muster wiederholen sich?
- Welche Erfahrungen aus meiner Lebensgeschichte wirken möglicherweise bis heute nach?
- Was brauche ich heute?
- Welche anderen Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung?
Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit für alles verantwortlich zu machen. Vielmehr kann das Verständnis dafür, wie etwas entstanden ist, dabei helfen, heute bewusster zu entscheiden und neue Wege auszuprobieren.
Beziehung und Kommunikation verstehen
Ein besonderer Schwerpunkt der Transaktionsanalyse liegt auf der Kommunikation zwischen Menschen.
Manchmal genügt ein bestimmter Tonfall, ein Blick oder ein Satz – und wir befinden uns plötzlich in einer vertrauten Auseinandersetzung. Beide Seiten reagieren aufeinander, und es entsteht eine Dynamik, aus der man nur schwer wieder herausfindet.
Die Transaktionsanalyse bietet Möglichkeiten, solche Interaktions- und Beziehungsmuster sichtbar und verständlich zu machen.
Das kann sowohl in persönlichen Beziehungen als auch im beruflichen Kontext hilfreich sein: in Partnerschaften und Familien ebenso wie in Teams, Führungssituationen, Beratung, Coaching und Supervision.
Autonomie und eigene Wahlmöglichkeiten
Ein zentraler Gedanke der Transaktionsanalyse ist die Entwicklung von Autonomie.
Damit ist nicht gemeint, alles allein schaffen zu müssen. Vielmehr geht es darum, sich selbst und andere bewusster wahrzunehmen, eigene Entscheidungen treffen zu können und Beziehungen auf eine möglichst selbstbestimmte und verantwortliche Weise zu gestalten.
Dazu gehört für mich auch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Wir klären gemeinsam, worum es gehen soll, welche Ziele für Sie wichtig sind und was Sie im jeweiligen Prozess brauchen.
Sie bleiben dabei die Expertin bzw. der Experte für Ihr eigenes Leben.
Transaktionsanalyse in meiner Arbeit
Transaktionsanalytische Modelle fließen je nach Anliegen in meine therapeutische, beratende, supervisorische und Coaching-Arbeit ein.
Besonders schätze ich ihre klare und verständliche Sprache. Komplexe innere oder zwischenmenschliche Vorgänge können dadurch häufig leichter erkannt, verstanden und miteinander besprochen werden.
Dabei verbinde ich transaktionsanalytische Perspektiven mit meiner systemischen und hypnosystemischen Arbeitsweise sowie – je nach Anliegen – mit weiteren ressourcen- und körperorientierten Ansätzen.
Transaktionsanalyse ist für mich deshalb kein starres Schema, in das Menschen eingeordnet werden. Sie bietet vielmehr eine Möglichkeit, neugierig zu untersuchen:
Was geschieht gerade – in mir, zwischen uns und in dem Umfeld, in dem ich mich bewege?
Aus diesem Verständnis können neue Wahlmöglichkeiten entstehen.
Von der Transaktionsanalyse zu Functional Fluency
Eine Weiterentwicklung transaktionsanalytischer Konzepte findet sich im Modell der Functional Fluency von Susannah Temple.
Functional Fluency richtet den Blick besonders darauf, wie sich Verhalten konkret zeigt, wie es auf andere wirkt und welche zusätzlichen Wahlmöglichkeiten entwickelt werden können.
In Coaching, Supervision sowie Führungskräfte-, Team- und Organisationsentwicklung arbeite ich deshalb auch mit Functional Fluency und dem darauf basierenden TIFF® – Temple Index of Functional Fluency.
→ Mehr erfahren: Functional Fluency und TIFF®
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zur Transaktionsanalyse, ihren Anwendungsfeldern und fachlichen Grundlagen finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA).www.dgta.de
Das Video der DGTA bietet darüber hinaus einen kurzen Einblick in die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der Transaktionsanalyse.
Termine und Fragen unter 0176-46160104
