Atemwegsbeschwerden – begleitende Hypnose
Wenn Atmen auch mit Anspannung verbunden ist
Atmen geschieht normalerweise ganz selbstverständlich. Umso belastender kann es sein, wenn die Atmung durch Allergien, Asthma oder andere wiederkehrende Beschwerden beeinträchtigt wird.
Bei Erkrankungen der Atemwege stehen selbstverständlich die medizinische Diagnostik und Behandlung im Vordergrund.
Gleichzeitig können körperliches Erleben, Aufmerksamkeit und innere Anspannung miteinander verbunden sein. Wer wiederholt erlebt hat, dass das Atmen schwerfällt, beobachtet verständlicherweise den eigenen Körper oft besonders aufmerksam. Stress, Anspannung oder die Sorge vor erneuten Beschwerden können dadurch zusätzlichen Raum bekommen.
Hier kann hypnotherapeutische Begleitung ansetzen.
Hypnose als ergänzende Unterstützung
Hypnose behandelt nicht die organische Ursache einer Atemwegserkrankung und ersetzt keine medizinische Therapie.
Sie kann jedoch dabei unterstützen, Entspannung, Körperwahrnehmung und Selbstregulation zu fördern und einen hilfreichen Umgang mit belastenden Körperempfindungen zu entwickeln.
In einem Zustand fokussierter Aufmerksamkeit können beispielsweise innere Bilder, Vorstellungen, Erinnerungen und Körperwahrnehmungen genutzt werden.
Manche Menschen verbinden Weite, Raum, frische Luft oder bestimmte Landschaften mit einem Gefühl von Ruhe und Freiheit. Für andere sind ganz andere Vorstellungen hilfreich.
Entscheidend ist nicht ein vorgegebenes Bild, sondern das, was für Sie persönlich mit Sicherheit, Ruhe und Wohlbefinden verbunden ist.
Den Körper nicht zum Gegner machen
Wenn Atmen zeitweise schwerfällt oder unangenehm erlebt wird, entsteht verständlicherweise schnell der Wunsch, den eigenen Körper wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Dabei kann sich die Aufmerksamkeit immer stärker auf die Atmung und jede körperliche Veränderung richten.
In meiner hypnotherapeutischen Arbeit geht es deshalb nicht darum, gegen den Körper oder einzelne Empfindungen anzukämpfen.
Vielmehr können wir gemeinsam erkunden:
Was hilft Ihnen, sich sicherer zu fühlen?
Wann können Sie leichter loslassen?
Welche Erfahrungen verbinden Sie mit Ruhe und Weite?
Was unterstützt Sie dabei, Ihrem Körper wieder mit mehr Vertrauen zu begegnen?
Selbsthypnose für den Alltag
Je nach Anliegen kann auch das Erlernen von Selbsthypnose eine hilfreiche Ergänzung sein.
Selbsthypnose bedeutet nicht, körperliche Beschwerden selbst behandeln oder notwendige Medikamente ersetzen zu können.
Sie kann vielmehr eine Möglichkeit sein, die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu lenken, Entspannung zu unterstützen und hilfreiche innere Zustände und persönliche Ressourcen leichter zugänglich zu machen.
Die Übungen werden individuell entwickelt und können anschließend selbstständig im Alltag genutzt werden.
Medizinische Behandlung bleibt wichtig
Bei Asthma, allergischen Reaktionen, chronischer Sinusitis und anderen Erkrankungen der Atemwege ist eine ärztliche bzw. fachärztliche Diagnostik und Behandlung wichtig.
Hypnotherapeutische Begleitung versteht sich hier ausschließlich ergänzend. Sie ersetzt weder eine notwendige medizinische Behandlung noch verordnete Medikamente.
Veränderungen einer bestehenden Behandlung oder Medikation sollten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Mehr Ruhe im Umgang mit dem eigenen Körper
Wenn körperliche Beschwerden viel Aufmerksamkeit beanspruchen, kann es entlastend sein, neben der notwendigen medizinischen Behandlung auch die eigene Selbstregulation zu stärken.
Hypnose und Selbsthypnose können dafür einen zusätzlichen Zugang eröffnen.
Nicht mit dem Versprechen, eine Atemwegserkrankung „wegzuhypnotisieren“, sondern mit dem Ziel, Ruhe, Selbstregulation und einen hilfreichen Umgang mit dem eigenen körperlichen Erleben zu unterstützen.
Termine und Fragen unter 0176-46160104
