Therapeutische Begleitung bei Trauer und traumatischen Verlusten
Der Verlust eines nahestehenden Menschen kann das eigene Leben tief erschüttern. Besonders plötzliche, unerwartete oder traumatische Verluste können neben Trauer auch Gefühle von Leere, Schuld, Wut, Hilflosigkeit oder innerer Unruhe auslösen.
Manchmal drängen sich Bilder und Erinnerungen auf, der Schlaf ist beeinträchtigt oder Gedanken kreisen immer wieder um das Geschehene. Andere Menschen erleben sich wie betäubt, funktionieren im Alltag weiter und finden kaum Zugang zu dem, was sie eigentlich fühlen.
Solche Reaktionen können Ausdruck einer außergewöhnlichen seelischen Belastung sein. In meiner therapeutischen Begleitung bekommen sowohl der Verlust als auch das, was Sie heute belastet, Raum – behutsam und in Ihrem eigenen Tempo.
Hypnosystemische Begleitung
Ich verbinde systemische und hypnosystemische Ansätze mit ressourcen- und körperorientierter Arbeit. Dabei geht es zunächst darum, wieder mehr innere Sicherheit, Orientierung und Handlungsspielraum zu erleben.
Neben dem Gespräch können Körperwahrnehmung, Achtsamkeit, innere Bilder und behutsame hypnotherapeutische Methoden einbezogen werden. Sie bestimmen dabei jederzeit selbst, was für Sie passend ist und wie weit Sie sich einem Thema annähern möchten.
Auch unterschiedliche innere Reaktionen dürfen ihren Platz haben: der Teil, der funktionieren muss, ebenso wie Trauer, Wut, Schuldgefühle, Erschöpfung oder der Wunsch nach Rückzug. Nicht alles muss sofort verstanden oder verändert werden.
Worum es gehen kann
Therapeutische Begleitung kann hilfreich sein, wenn Sie nach einem Verlust
- sich wie erstarrt, überflutet oder innerlich abgeschnitten erleben,
- unter belastenden Erinnerungen, Bildern oder Gedanken leiden,
- von Schuldgefühlen oder Selbstvorwürfen nicht loskommen,
- Schwierigkeiten haben, im Alltag wieder Orientierung zu finden,
- sich im Umgang mit Ihrer Trauer unverstanden oder allein fühlen,
- unterschiedliche Bedürfnisse und Trauerweisen innerhalb Ihrer Partnerschaft oder Familie erleben oder
- einen eigenen Umgang mit Abschied, Erinnerung und Verbundenheit finden möchten.
Ziel ist nicht, Trauer möglichst schnell zu überwinden oder einen geliebten Menschen „loszulassen“. Vielmehr kann es darum gehen, das Erlebte nach und nach in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren und wieder mehr Raum für das eigene Leben zu gewinnen.
Die Beziehung zu einem verstorbenen Menschen darf dabei ihren Platz behalten. Trauer kann auch bedeuten, eine neue Form der inneren Verbundenheit zu finden.
Auch für Angehörige
Auch Partnerinnen und Partner, Familienmitglieder oder andere nahestehende Menschen können Unterstützung suchen. Unterschiedliche Formen des Trauerns führen nicht selten zu Missverständnissen oder Konflikten.
Gemeinsam können wir schauen, was Sie selbst brauchen, wie Sie einen trauernden Menschen unterstützen können, ohne sich dabei zu überfordern, und wie trotz unterschiedlicher Bedürfnisse Verbindung möglich bleiben kann.
Termine und Fragen unter 0176-46160104
Akute Krisen und Notfälle
Meine Praxis ist keine Notfall- oder Krisenambulanz und kann eine unmittelbare psychiatrische oder medizinische Versorgung in akuten Krisensituationen nicht ersetzen.
Wenn Sie sich in einer akuten psychischen Krise befinden oder befürchten, sich selbst oder andere zu gefährden, wenden Sie sich bitte unmittelbar an eine geeignete Notfallstelle:
- Bei akuter Gefahr: Notruf 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
- TelefonSeelsorge: 116123 – kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar
Auch psychiatrische Ambulanzen und Notaufnahmen sowie regionale Krisendienste können in akuten psychischen Krisen Anlaufstellen sein.
Bitte warten Sie in einer akuten Gefährdungssituation nicht auf eine Rückmeldung aus meiner Praxis.
Termine und Fragen unter 0176-46160104





