Gut durch die Wechseljahre – Hypnose als begleitende Unterstützung
Wenn sich Körper und Leben verändern
Die Wechseljahre gehören zum Leben einer Frau – und trotzdem können sie sich ganz unterschiedlich anfühlen.
Manche Frauen erleben diese Zeit nahezu beschwerdefrei. Andere sind überrascht davon, wie sehr sich ihr Körper, ihr Schlaf, ihre Stimmung oder ihr bisheriges Lebensgefühl verändern.
Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen können ebenso auftreten wie Schlafprobleme, innere Unruhe, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Veränderungen von Sexualität und Körpergefühl.
Und häufig geschieht all das in einer Lebensphase, in der ohnehin vieles in Bewegung ist.
Kinder werden selbstständiger oder verlassen das Zuhause. Beziehungen verändern sich. Berufliche Fragen stellen sich neu. Die eigenen Eltern werden älter. Vielleicht entsteht erstmals seit Langem wieder mehr Raum für die Frage:
Was brauche eigentlich ich?
Die Wechseljahre sind deshalb für mich nicht nur ein hormoneller Übergang. Sie können auch eine Zeit persönlicher Neuorientierung sein.
Wechseljahre sind keine Krankheit
Die hormonellen Veränderungen rund um die Menopause sind ein natürlicher körperlicher Prozess.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Beschwerden einfach ausgehalten werden müssen.
Wenn Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzklopfen, Erschöpfung oder andere körperliche Veränderungen neu auftreten oder stark belasten, ist eine ärztliche bzw. gynäkologische Abklärung sinnvoll.
Daneben kann es hilfreich sein, auch den eigenen Umgang mit den Veränderungen in den Blick zu nehmen.
Hier können Hypnose und hypnosystemische Arbeit eine ergänzende Möglichkeit sein.
Hypnose bei Beschwerden in den Wechseljahren
Hypnose arbeitet mit fokussierter Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, inneren Bildern und persönlichen Ressourcen.
Dabei geht es nicht darum, hormonelle Veränderungen „wegzuhypnotisieren“.
Vielmehr können wir gemeinsam erkunden, wie Sie Ihre Aufmerksamkeit und Selbstregulation nutzen können, um mit bestimmten körperlichen und emotionalen Veränderungen anders umzugehen.
Je nach persönlichem Anliegen können beispielsweise
- Hitzewallungen und das Erleben von Wärme,
- innere Unruhe und Anspannung,
- Schlaf und nächtliches Wachwerden,
- Stress und Erschöpfung,
- Stimmungsschwankungen,
- Körpergefühl und Selbstbild,
- Veränderungen von Nähe und Sexualität,
- Selbstfürsorge und Abgrenzung
Themen unserer Arbeit sein.
Mit inneren Bildern arbeiten
Gerade bei Hitzewallungen kann es interessant sein, mit Wahrnehmung und inneren Vorstellungen zu arbeiten.
Welche Bilder verbinden Sie persönlich mit Kühle, Frische, Weite oder Ruhe?
Vielleicht ist es Wasser, Wind oder eine bestimmte Landschaft. Vielleicht gibt es eine ganz andere Erfahrung, die Ihr Körper mit einem angenehmen Gefühl verbindet.
Solche Bilder werden nicht einfach vorgegeben.
Wir entwickeln sie individuell und schauen, welche Vorstellungen und Körpererfahrungen für Sie hilfreich sind.
Hypnose soll dabei nicht gegen Ihren Körper arbeiten.
Sie kann vielmehr eine Möglichkeit sein, ihm mit einer anderen Form von Aufmerksamkeit zu begegnen.
Wenn der Schlaf sich verändert
Viele Frauen berichten in den Wechseljahren auch über Veränderungen ihres Schlafes.
Manchmal sind es Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen, die den Schlaf unterbrechen. Manchmal kommt innere Unruhe hinzu oder der Kopf beginnt nachts, über alles Mögliche nachzudenken.
Hypnose und Selbsthypnose können dabei eingesetzt werden, Entspannung und Selbstregulation zu unterstützen und den Übergang in Ruhephasen bewusster zu gestalten.
Dabei geht es nicht darum, Schlaf erzwingen zu wollen.
Gerade das angestrengte Bemühen, unbedingt schlafen zu müssen, kann zusätzlichen Druck erzeugen.
Der eigene Körper verändert sich
Die Wechseljahre können auch die Beziehung zum eigenen Körper berühren.
Gewicht und Körperform können sich verändern. Haut und Haare fühlen sich vielleicht anders an. Sexualität und Lust können sich verändern. Manche Frauen erleben ihren Körper plötzlich als weniger vertraut.
Dabei begegnen Frauen gleichzeitig vielen gesellschaftlichen Vorstellungen darüber, wie sie aussehen, funktionieren und altern sollten.
Auch dafür darf therapeutische Arbeit Raum bieten.
Wie möchte ich meinem eigenen Körper in dieser Lebensphase begegnen?
Was bedeutet Weiblichkeit für mich heute?
Was möchte ich behalten – und was darf sich verändern?
Sexualität und Partnerschaft
Auch Sexualität kann sich während der Wechseljahre verändern – muss es aber nicht in eine bestimmte Richtung.
Lust kann weniger werden, anders werden oder neu entstehen. Körperliche Veränderungen können Einfluss auf sexuelles Erleben haben. Gleichzeitig verändern sich möglicherweise Beziehung, Alltag und Bedürfnisse nach Nähe und Eigenständigkeit.
Als Paar- und Sexualtherapeutin kann ich diese Themen selbstverständlich ebenfalls in die Begleitung einbeziehen.
Dabei gibt es keine Vorstellung davon, wie Sexualität in dieser Lebensphase „sein sollte“.
Entscheidend ist, was für Sie und gegebenenfalls für Ihre Partnerschaft stimmig ist.
Selbsthypnose als Möglichkeit für den Alltag
Je nach Anliegen kann es sinnvoll sein, Selbsthypnose zu erlernen.
Damit können Sie üben, Ihre Aufmerksamkeit bewusst zu lenken und persönliche innere Bilder, Körpererfahrungen oder Ressourcen selbstständig zu nutzen.
So bleibt die hypnotherapeutische Arbeit nicht auf unsere gemeinsamen Sitzungen beschränkt.
Sie entwickeln Möglichkeiten, die Ihnen auch im Alltag zur Verfügung stehen können.
Mehr als nur „heiße Jahre“
Ich möchte die Wechseljahre weder romantisieren noch ausschließlich als Ansammlung von Beschwerden betrachten.
Für manche Frauen sind sie körperlich und emotional ausgesprochen anstrengend. Für andere eröffnen sie gleichzeitig neue Freiheiten und Perspektiven.
Vielleicht verändert sich in dieser Zeit auch der Blick darauf, was wirklich wichtig ist.
Welche Erwartungen möchte ich weiterhin erfüllen?
Wo möchte ich deutlicher Grenzen setzen?
Was tut mir gut?
Wie möchte ich die kommenden Jahre gestalten?
Und welche Seiten von mir dürfen jetzt vielleicht mehr Raum bekommen?
Hypnosystemische Arbeit kann dabei nicht nur auf einzelne Beschwerden schauen, sondern auch auf diese größere persönliche Veränderung.
Medizinische und therapeutische Begleitung dürfen sich ergänzen
Hypnose ersetzt keine notwendige gynäkologische oder medizinische Diagnostik und Behandlung.
Gerade neu auftretende oder ausgeprägte körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.
Hypnotherapeutische Begleitung kann ergänzend dort ansetzen, wo Selbstregulation, Stress, Körperwahrnehmung, Schlaf, innere Bilder und der persönliche Umgang mit Veränderungen eine Rolle spielen.
Die Wechseljahre müssen dabei weder bekämpft noch verklärt werden.
Sie sind eine Veränderung.
Und vielleicht auch eine Gelegenheit, den eigenen Körper und das eigene Leben noch einmal mit einem neuen Blick zu betrachten.
Termine und Fragen unter 0176-46160104





